Luftdichtheit

… und trotzdem frische Luft zum Atmen.

Warum müssen Gebäude luftdicht sein?

Eine möglichst hohe Luftdichtheit von Außenbauteilen reduziert zum einen die Energieverluste durch unkontrollierte Luftströmungen und verhindert schädliche Tauwasserbildung im Innern von Bauteilen durch eindringende feuchte Luft.

Eine lückenlose luftdichte Ebene auf der Innenseite der Gebäudehülle fordert sowohl die gesetzlich vorgeschriebene Energieeinsparverordnung (EnEV) als auch die baurechtlich verbindliche DIN 4108-2. Die derzeit höchsten Anforderungen an die Luftdichtheit stellt das Passivhausinstitut an Gebäude, welche als Passivhaus zertifiziert werden sollen.

Allgemein lässt sich sagen, dass der Planung und Ausführung der Luftdichtheit eines Objekts der gleiche Stellenwert beizumessen ist wie der Wärmedämmung, der Lüftung sowie des sommerlichen Wärmeschutzes. Auch hier zeigt sich wieder, dass die gesamtheitliche Betrachtung mehr ist als nur die Summe aller Einzelpunkte.

Die Luftdichtheitsmessung (BlowerDoor®-Messung)

Wird bei der Planung eines Gebäudes von Beginn an die Durchführung einer Luftdichtheitsprüfung angestrebt, kann bei der Berechnung des Energiebedarfs ein verminderter Lüftungswärmeverlust angesetzt werden. Dies wirkt sich auf die Gesamteffizienz des Gebäudes aus und führt zu einem deutlich besseren Ergebnis, das sich auch in der Realität wiederspiegelt.

Wird eine BlowerDoor® Messung während der Rohbauphase zur Qualitätssicherung durchgeführt, können ungewollte Leckagen geortet und behoben werden. So wird späteren Bauschäden vorgebeugt, eine hochwertige Gebäudehülle sichergestellt und ein hervorragender Wert für die Luftdichtheit bei der Abnahmemessung ermöglicht.

Eine Abnahmemessung ist immer dann erforderlich, wenn dies von Beginn an vereinbart oder in der Energiebedarfsberechnung nach EnEV angesetzt wurde oder eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut wird. Sie kann jedoch auch für Zertifizierungen (z. B. Passivhaus, KfW-Effizienzhaus, DGNB, LEAD, …) erforderlich sein.

Wie funktioniert eine Luftdichtheitsmessung ?

Für die Messung wird die BlowerDoor® (ein Ventilator) in den Türrahmen des zu untersuchenden Gebäudes eingebaut und Luft eingeblasen bzw. abgesaugt. Hiermit wird ein Über- bzw. ein Unterdruck im Gebäude erzeugt. Durch die Ermittlung, welcher Volumenstrom für die Aufrechterhaltung einer bestimmten Druckdifferenz erforderlich ist, kann die Luftdichtheit des Gebäudes berechnet werden. Die errechnete Luftdichtheit / Luftwechselrate gibt Auskunft über die Qualität der Gebäudehülle.

Neben der eigentlichen Messung zur Bestimmung der vorhandenen Luftdurchlässigkeit ist es sinnvoll, im Falle zu hoher Luftwechselraten, Undichtheiten direkt bei der Messung aufzusuchen. Die Messergebnisse der Luftdichtheitsmessung fassen wir für Sie in einem Messprotokoll zusammen.

Ihre Vorteile …

  • Sie sparen Heizenergie durch Reduzierung der Lüftungswärmeverluste
  • Wir finden für Sie potentielle Schadstellen bevor Schäden auftreten
  • Geringere Kosten für Dämmschichten durch Anwendung der BlowerDoor-Messung

Die Messergebnisse werden in einem Messprotokoll für Sie ausführlich und klar verständlich zusammengefasst.